Als die Artemis II Besatzung sich darauf vorbereitete, hinter dem Mond zu verschwinden und den geplanten Funkkontakt zur Erde zu verlieren, gelang ihr diese Aufnahme: eine zarte Erdsichel, die am Mondrand untergeht. Dieser „Mondrand“ – der äußerste Bogen der sichtbaren Mondoberfläche – wirkt aus der Ferne wie ein nahezu perfekter Kreisbogen; erst im Gegenlicht, wie auf anderen Bildern der Mission, tritt seine Topografie deutlicher hervor. Auf der Erde liegt die Nacht bereits über der dunklen Hemisphäre, während Australien und Ozeanien im Sonnenlicht leuchten und helle Wolkenbänder über dem Pazifik wirbeln. Im Vordergrund dominiert der Ohm Krater: seine terrassierten Wälle umrahmen einen vergleichsweise flachen Boden, der von zentralen Gipfeln durchbrochen wird. Solche Gipfel entstehen in komplexen Einschlagskratern, wenn die Mondkruste beim Aufprall kurzzeitig aufschmilzt und das verflüssigte Material während der Kraterbildung wieder nach oben gedrückt wird. Quelle: NASA (Nasa.gov)