NGC 6960, auch Westlicher Schleiernebel oder Western Veil Nebula genannt, ist Teil eines weitläufigen Nebelkomplexes in etwa 2.600 Lichtjahren Entfernung. Seine feinen, leuchtenden Strukturen stammen von einer gewaltigen Supernova, die sich vor rund 8.000 Jahren ereignete. Die damalige Schockwelle breitet sich noch heute durch das interstellare Medium aus und regt Gaswolken zum Leuchten an. Der Schleiernebel zählt zu den eindrucksvollsten noch sichtbaren Supernova-Überresten am Nachthimmel. Charakteristisch sind seine zarten, faserartigen Bögen, die wie kosmische Schleier oder feine Spitze wirken. Angeregte Gase erzeugen dabei die markanten Farben: Wasserstoff leuchtet rot, Sauerstoff blaugrün und zeichnet so die filigranen Strukturen des Nebels nach. Der helle Stern 52 Cygni scheint mitten im Nebel zu stehen, gehört jedoch nicht zu diesem uralten Supernova-Überrest. Er befindet sich nur zufällig in derselben Blickrichtung. NGC 6960 wurde am 5. September 1784 vom deutsch-britischen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel mit einem 18-Zoll-Spiegelteleskop entdeckt. Bild oben – Aufnahmedatum: August 2026 Westlicher Schleiernebel im Sternbild Schwan Montierung: Skywatcher EQ6-R Pro Teleskop: ZWO FF65 APO Kamera: ASI 2600 MC Pro Guiding: ASI 220MM mit ASIAIR Plus Filter: SVBONY SV240 Multibandpass Belichtung: 5 h 35 min (67 x 300 sec, Gain 100, -10°C) Bild Mitte – Aufnahmedatum: Oktober 2026 Östlicher Schleiernebel im Sternbild Schwan Montierung: Skywatcher EQ6-R Pro Teleskop: ZWO FF65 APO Kamera: ASI 2600 MC Pro Guiding: ASI 220MM mit ASIAIR Plus Filter: SVBONY SV240 Multibandpass Belichtung: 6 h 15 min (75 x 300 sec, Gain 100, -10°C) Bild unten – Aufnahmedatum: 11. November 2025 Teleskop: AP 50/250 Seestar S50 Belichtung: 3 h 25 min (20 sec, EQ, LP) Bearbeitungssoftware: PI, Photoshop